Die Themen des Jahreskreises bestimmen die Aktivitäten im Monat, die Mahlzeiten strukturieren den Tag. Dabei stehen die Wünsche und Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt, denn das Altenheim St. Rita ist ihr Zuhause. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in St. Rita arbeiten eng zusammen, um allen Bewohnern zu ermöglichen, so zu leben, wie sie es von Zuhause gewöhnt sind.
Die gute Einbindung in die Gemeinde und die Nähe zu den Angehörigen, die überwiegend in der Umgebung wohnen, machen das Altenheim St. Rita zu einem lebendigen Ort. Die Weihnachtsfeier der Senioren der Gemeinde Oberhaching findet hier statt, Kleingruppen aus der Gemeinde kommen zum Boule spielen, und auch die Bewohner der Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen in der Nachbarschaft kommen zu Besuch. Viele ehrenamtlich Mitarbeitende unterstützen die Aktivitäten, Feste und Feiern, wie zum Beispiel Fasching, das Sommerfest im Freien mit Leckereien vom Grill und der Musikkapelle der Gemeinde, den Tag der offenen Tür, die Nikolausfeier und Weihnachten.
Ehrenamtliche begleiten bei Ausflügen in den Ort und ehrenamtliche Musikgruppen unterhalten die Bewohner in einem der zwei Säle im Erdgeschoss. Laut mitsingen, schunkeln, tanzen und lachen machen die Herzen leicht und die Augen froh. Regelmäßig kommen externe Gruppen zum Zumba, Yoga oder Kinderballett ins Haus, so dass es immer Möglichkeiten des Austauschs und der Begegnung gibt.
Andere Bewohner besuchen diejenigen, die das Zimmer nicht mehr verlassen können. Alle freuen sich auf die Begegnung mit Schülern und Schülerinnen der Umgebung, die bei gemeinsamen Religionsstunden im Haus für Abwechslung sorgen. Die Kochgruppe trifft sich einmal in der Woche und backt Kuchen, zaubert Aufläufe und alles, wonach den Beteiligten gerade der Sinn steht. Alle zwei Monate feiern die Bewohner gemeinsam ihre Geburtstage. Das Haus erzähle so viel, sagen die Bewohner. Ja, denn es gibt viel zu erzählen!
Jeder Wohnbereich hat seine festen Alltagsbegleiter. Sie unterstützen die Bewohner dabei, ihren Tag möglichst selbstständig zu gestalten und Fähigkeiten zu erhalten oder wiederherzustellen. Das bedeutet, selbst zu tun, was man gut kann. Gemeinsam nach dem Frühstück Zeitung lesen, Gedächtnisspiele, Sitzgymnastik, ein Spaziergang sind Beispiele für Aktivitäten, die für viele mit Unterstützung wieder möglich sind. Dazu kommt die individuelle Begleitung jedes einzelnen, das Gespräch und die Vermittlung von allem, was die Bewohnerinnen und Bewohner brauchen.
In der schönen Kapelle im ersten Obergeschoss finden wöchentlich die heilige Messe sowie regelmäßig ökumenische Gottesdienste und Wortgottesdienste statt. Dazu gibt es Besinnungstage vor Ostern und Weihnachten, Beichtgelegenheit und Krankensalbung. Den Heiligen Abend feiern alle gemeinsam mit einem Gottesdienst am Nachmittag. Die Gottesdienste können auch auf die Fernseher in den Zimmern übertragen werden. Die Pastoralreferentin im Haus übernimmt seelsorgerische Aufgaben und kümmert sich um Bewohner und Angehörige.
Die professionelle Palliativversorgung im Haus sorgt dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner hierbleiben können bis zum Lebensende. In enger Zusammenarbeit mit den gut ausgebildeten Mitarbeitenden, Ärzten und dem Hospizverein ist es möglich, möglichst schmerzfrei und in Würde aus dem Leben zu gehen. Ist jemand gestorben, nehmen die Mitbewohner, die Mitarbeitenden und Angehörigen Abschied im Zimmer, mit einem kleinen Ritual und Gebeten. Beim Abschiedsgottesdienst im November gedenken alle noch einmal der Menschen, die im Laufe des Jahres verstorben sind. Das hilft, die Trauer zu verarbeiten.