Caritas Altenheim
St. Rita Oberhaching
Caritas - Nah. Am Nächsten.

Geprüft und empfohlen

Geragogischer Dienst

Bereich Förderung und Betreuung / Geragogischer Dienst

Ausgangssituation
Im System der Versorgung alter Menschen in den stationären Einrichtungen bestehen, trotz differenzierter pflegerisch - medizinischer Betreuung Lücken. Die wachsende Zahl schwer- und schwerst pflegebedürftiger hochbetagter Menschen vor allem mit geistig - seelischen Beeinträchtigungen zeigt aber auch die - vor allem zeitlichen - Grenzen der pflegerischen Betreuung in Bezug auf die psychosoziale Situation der Heimbewohner auf. Konservierende bzw. aktivierende, d.h. fördernde Arbeit mit dem Bewohner ist defizitär. Vor allem bei geistigen Beeinträchtigungen bedarf der Mensch im Altenheim der psychosozialen Betreuung in Zusammenarbeit mit pflegerisch - medizinischen Bemühungen.
Der Geragoge als -Lehrer- oder -Erzieher- für alte Menschen (=Geragoge) wird wohl in der offenen Altenhilfe tätig werden können. In der stationären Altenhilfe ist die Bildungsarbeit auf einer grundlegenden, leiblichen Ebene angesiedelt. In diesem Bereich kann die Tätigkeit des Geragogen als die eines Förderdiagnostikers beschrieben werden, dessen Aufgabe in der Planung und Durchführung spezieller Förderprogramme mit Hilfe diagnostischer Verfahren liegt. Im Bereich der stationären Altenhilfe geht es vorrangig darum, die Selbstständigkeit des Heimbewohners so weit und so lange als möglich zu erhalten um diesem ein - im Rahmen des Heimes - weitest selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Über die direkt auf die Heimbewohner bezogenen Förderangebote hinaus ist es Aufgabe des Geragogen, das Heimmilieu mit zu gestalten und über Öffentlichkeitsarbeit das Heim der Gemeinde wie auch die Gemeinde dem Heim zu öffnen.

Aufgabenschwerpunkte
Die Aufgabenschwerpunkte des geragogischen Dienstes lassen sich entsprechend dem oben gesagten unter vier Arbeitsbereiche gruppieren:

Übersiedlungshilfe
Die Übersiedlungshilfe soll den Menschen, die in unser Haus einziehen, in der Umzugsphase Begleitung anbieten. Gerade die ersten Monate haben sich als besonders belastend für die Neuen Bewohner erwiesen. Gemeinsam versuchen Pflegedienst, geragogischer Dienst und Angehörige es dem Menschen zu ermöglichen, sich das Heim soz. einzuverleiben bzw. sich mit dem Heim identifizieren zu können. Neben den vielen Gesichtern und Ansprechpartnern im Bereich der Pflege soll der neue Heimbewohner eine Bezugsperson innerhalb des Hauses wieder erkennen können, um sich bei Unklarheiten und Fragen an diesen zu wenden. Der geragogische Dienst kann sich darüber hinaus in den ersten drei Monaten über die regelmäßigen Treffen ein möglichst scharfes Bild über die vorhandenen Fähigkeiten des neuen Bewohners machen, welches es ermöglicht, adäquate Förderangebote anzubieten.




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